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Erfahren – das ist das Fundament unserer Arbeit. Wir lernen durch Erfahrungen. Sie prägen unsere Art zu denken, zu fühlen und uns zu verhalten zutiefst - weitaus mehr als Erkenntnisse, die wir nur über den Verstand erfassen. Immer wieder schaffen wir deshalb den Raum und den Rahmen, in dem Menschen sich selber und andere erfahren können. Dabei geht es zum Beispiel darum, körperlich und emotional zu spüren, was in Begegnungen mit mir geschieht: Bin ich in Kontakt mit mir selbst? Fühle ich mich? Nehme ich meinen Körper wahr? Wie erfahre ich die Begegnung mit anderen? Kann ich gleichzeitig in Kontakt mit mir selbst und mit anderen Menschen sein? Und wie erfahren mich die anderen?
Mit Hilfe dieser Erfahrungen können wir erkennen, was uns vielleicht bislang noch wenig oder gar nicht bewusst war, aber doch zutiefst prägt. Wir lernen etwas darüber, warum wir selber uns immer wieder auf eine bestimmte Weise verhalten – oder was andere Menschen veranlasst, so und nicht anders auf uns zu reagieren. Oft erkennen wir in der Momentaufnahme eines Kontakts ganze Lebens- und Beziehungsmuster. Vielleicht fühlen wir, was wir auf unserem Lebensweg gebraucht hätten. Und möglicherweise ahnen wir, wo die Wurzeln unserer Muster sind und auf welche Weise wir selber dazu beitragen, dass unsere Wünsche und Bedürfnisse auch heute nicht erfüllt werden.
Im geschützten Rahmen des SHIMA Institutes sind neue Erfahrungen möglich. Wir können üben, Wünsche auszusprechen. Wir können lernen, uns für Begegnungen zu öffnen, die uns gut tun, stärken und nähren. Wir können lernen Grenzen zu setzen. Und wir können darauf vertrauen, dass wir uns aus diesem Erfahren und Erkennen heraus entwickeln. Unsere Arbeitsweise ist geprägt von dem Wissen, dass alle unsere Erfahrungen und Gefühle in unserem Körper wohnen. Er hat ein Gedächtnis, in dem er schon früheste Eindrücke und Erlebnisse speichert. Werden wir als Kinder zum Beispiel immer wieder verletzt, lernen wir, uns zu schützen. Wir vermeiden Schmerz oder Angst, indem wir zum Beispiel unser Herz verschliessen, Körperempfinden und Emotionen abspalten, uns nicht mehr spüren oder in Gedanken und Vorstellungen flüchten, die unsere Realität erträglich gestalten. Diese Prägungen wirken später in unsere Beziehungen – auch dann, wenn es uns kaum oder gar nicht bewusst ist. Tanz, Atem- und Kontaktübungen tragen dazu bei, uns unsere Muster bewusst machen, sind deshalb wesentliche Elemente der Arbeit.
Und bei aller 'Arbeit' an uns selber erfahren wir immer wieder, wie sehr uns das Miteinander der Gruppe unterstützt; wie wohltuend es sein kann, sich mit allem zu zeigen und gerade in schwierigen Momenten von den anderen beschenkt und gehalten zu werden. Und nicht zuletzt: wie heilsam Spass, Kreativität und Humor sind.
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